Das Angebot an Welpen aller Rassen ist groß. Leider gibt es aber nicht nur verantwortungsbewusste Züchter, sondern auch unseriöse Vermehrer und profitgierige Importeure. Selbst wenn man zum Zeitpunkt des Kaufs nicht daran denkt, mit dem Hund auf Ausstellungen zu gehen oder gar züchten zu wollen, ist es eminent wichtig, einen Hund zu erwerben, der nicht nur attraktiv, sondern auch gesundheitlich robust und von freundlichem, selbstsicherem Wesen ist. Schließlich möchte man die nächsten 15 Jahre mit ihm gemeinsam verleben. Deshalb sollte der Welpe von Elterntieren abstammen, die diese Kriterien erfüllen und er muss in den ersten Wochen beim Züchter optimal aufgezogen und geprägt worden sein.

Welpen, die zu früh von der Mutter weggenommen werden, von wesensschwachen Elterntieren abstammen, während ihrer Aufzucht nur geringen menschlichen Kontakt hatten, in einer hygienisch fragwürdigen und reizarmen Umgebung aufwuchsen oder mangelhaft ernährt und gepflegt wurden, werden ihr Leben lang Probleme bereiten. Daher muss der Kauf eines Hundes wohl überlegt sein und keineswegs aus Mitleid oder Spontaneität erfolgen.

Alle Züchter im BCD unterliegen der strengen Zuchtordnung des Vereins, der zugleich Mitglied im Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH), der Fédération Cynologique Internationale (FCI) und des Jagdgebrauchshundverbandes (JGHV) ist.

So muss der zukünftige Züchter vor Erteilung eines international geschützten Zwingernamens mindestens 18 Monate Mitglied im Verein sein. Seine Zuchtstätte wird von einem ausgebildeten und geprüften Zuchtwart vor der ersten Zuchtmaßnahme begutachtet und nur, wenn diese den strengen Anforderungen der Zuchtordnung genügt, zugelassen. Gleichzeitig muss der Neuzüchter eine Züchterprüfung ablegen, in der sein Wissensstand hinsichtlich Vererbung, Gesundheit, Geburtsproblemen, Entwicklung, etc. überprüft wird.

Die Zuchthündin muss auf mehreren Ausstellungen zuchtrelevante Beurteilungen erreicht haben; und hier wird neben der Anatomie auch dem Wesen Beachtung geschenkt. Bevor mit ihr gezüchtet werden darf, werden die Hüften geröntgt, um zu verhindern, dass Beagles mit Hüftproblemen in die Zucht kommen und eine DNA-Probe genommen. Die gleichen Anforderungen werden selbstverständlich auch an die zur Zucht zugelassenen Rüden gestellt. Um zu gewährleisten, dass die Mutterhündin nicht überfordert wird, darf diese pro Kalenderjahr nur einen Wurf aufziehen und mit Vollendung des achten Lebensjahres endet auch ihre Karriere als Zuchthündin.

Nach der Geburt werden die Welpen vom Tierarzt oder Zuchtwart begutachtet und auf angeborene Fehler untersucht. Anschließend können dann die Ahnentafeln bestellt werden. Bevor die Welpen nach mindestens 8 Wochen zu Ihren neuen Besitzern kommen, werden sie mehrfach entwurmt und anschließend geimpft (vorgeschrieben ist die 4-fach Impfung gegen Parvovirose, Leptospirose, Staupe und Hepatitis). Anlässlich der Wurfabnahme durch den Zuchtwart werden die Welpen noch einmal auf anatomische Fehler hin untersucht und u.a. Zahnstatus, Ernährungszustand und Hodenabstieg bei den Rüden ebenso wie die konditionelle Verfassung der Mutterhündin im Wurfabnahmebericht dokumentiert. Zusätzlich erhält jeder Welpe einen Chip, um eine spätere Identifizierung jederzeit möglich zu machen.

Ein verantwortlicher Züchter wird Ihnen zusätzlich zu Impfpass, Ahnentafel und einer Kopie dieses Wurfabnahmeberichtes einen detaillierten Futterplan für die ersten Wochen mitgeben und Ihnen auch sonst mit Rat und Tat zur Seite stehen. Er wird aber auch wissen wollen, wie der Hund bei Ihnen lebt und ob Sie ihm genügend Zeit zur Verfügung stellen können.
All diese Anforderungen geben nicht die Garantie, dass Ihr Welpe sich zu einem gesunden, freundlichen und wunderschönen Hund entwickelt, sie verringern aber die Gefahr, einen verhaltensauffälligen, gesundheitlich labilen Hund zu erwerben auf ein Minimum.
Selbst wenn dieser Welpe etwas mehr gekostet hat, wird sich das in der Regel auszahlen, durch geringere Tierarztkosten und ein harmonisches Zusammenleben.

Nehmen Sie sich also Zeit beim Hundekauf, verschaffen Sie sich einen gründlichen Eindruck von den beim Züchter lebenden Hunden, deren Verhalten und Pflegezustand und den Bedingungen, unter denen die Hunde dort leben und aufwachsen. Gehen Sie keine faulen Kompromisse ein und setzen Sie sich nicht unter Zeitdruck und Erfolgszwang.

Gehen Sie so überlegt vor, wird sich das allemal auszahlen. Der Beagle Club Deutschland wünscht Ihnen auch im Namen der Beaglezüchter im BCD viel Freude an Ihrem neuen, vierbeinigen Familienmitglied.
 

 
Sonntag, 19. Februar 2017

bcd
Mitglied im VDH/FCI/JGHV

 


Verband für das
Deutsche Hundewesen e.V.


Fédération Cynologique
Internationale


Jagdgebrauchshundverband e.V.

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